LEO I. Diefenthal wird Märchenprinz 2020

ORDENtlich karnevalistisch vorbelastet ...

Geschrieben oder Veröffentlicht am 16.06.2019 14:26 von Vorstand

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Das alte Sprichwort gilt auch und vielleicht sogar besonders für Karnevalsorden. Aber beim Blick in die Ordenskiste glänzen Leos Augen noch mehr als die vielen Orden seiner bisherigen Sessionen im Aachener Kinderkarneval.

Dass man es bei Leo bei aller Unaufgeregtheit mit einem echten Karnevalisten zu tun hat, wird schnell klar, wenn der 10-jährige erzählt, dass er nun schon in seine 6. Session im Aachener Kinderkarneval geht. War er als Page, Jäger, Schängche, Noppeney und zuletzt als Mandele Leo immer Teil des bunten Hofstaats des Märchenprinzen, darf er dieses Mal die Hauptrolle spielen.

Aus dem Mandele Leo 2019 wird also 2020 Leo der I. aus dem Hause Diefenthal. Aber was soll man bei einem echten Oecher Jong, der am 17. Februar 2009, dem Dienstag vor Fettdonnerstag, um 11.11 Uhr geboren wurde, auch anderes erwarten? Denn auch familiär war der Weg durchaus vorgezeichnet. Beim Namen Diefenthal dürften im Oecher Fastelovvend sicher so manchem die Glocken klingeln.

Leos Großmutter Steffi Diefenthal war viele Jahre (bis 2009) Betreuerin im AKiKa und ist noch heute Mitglied im Förderverein FöKiKa. Ihre Tochter, Leos Tante Petra, war Tanzoffizier in der Garde des Märchenprinzen und Leos Ur-Großvater Matthias „Mattschö“ Stevens war jahrzehntelang der Mann für die Orden der Märchenprinzen des Aachener Kinderkarnevals.

Und das Design der Orden sowie der Wagen des Märchenprinzen ist bis heute Familiensache, denn Mattschö Stevens Enkel, Guido Diefenthal, Geschäftsführer von Orden Exklusiv, ist Leos Vater. Dass er als Guido I. 1987 auch schon Märchenprinz war und somit vom Vater zum Prinzenbruder wird, macht die erbliche Vorbelastung in Sachen Aachener Kinderkarneval dann komplett.

Und dennoch war es nicht einfach eine Selbstverständlichkeit, sondern ganz klar Leos eigene Entscheidung und sein Wunsch, im Aachener Kinderkarneval aktiv mitzumachen. Als 5-Jähriger malte er damals im Jahr 2014 ein Bild von damaligen Märchenprinzen PAUL II. und erklärte, er wolle in der nächsten Session Page werden. Entschluss gefasst.
Wenn Leo in seiner Ordenskiste kramt, fällt ihm zu jeden Orden eine Geschichte ein und man merkt, dass es neben dem Zusammenhalt und Spaß in der AKiKa-Truppe genau diese Geschichten sind, die ihn am Karneval faszinieren. Dann sprudelt es aus dem sonst eher ruhigen 10-Jährigen wie aus einem munteren Karnevalsarchiv. Das gleiche gilt für die Sessionshefte des AKiKa, die er auch zwischen Aschermittwoch und dem Auftakt in die neue Session immer wieder mal rauskramt und durchblättert.

Überhaupt spielt Karneval das ganze Jahr über im Hause Diefenthal eine Rolle und die Frage nach der aktuellen Lieblingsmusik wird wie selbstverständlich mit Karnevalstiteln beantwortet. Vorzugsweise natürlich die des Märchenprinzen und seines großen Prinzenbruders. Diese Vorliebe teilt sich Leo auch mit seiner Schwester Johanna (7 Jahre), die – wie sollte es auch anders sein – in der Garde des Märchenprinzen tanzt. Da kann Mutter Nicole, ursprünglich ein „Karnevals-Immi“, bestenfalls mit einer CD der Vier Amigos für ein bisschen Abwechslung im Hause Diefenthal sorgen.

Aber auch wenn der Oecher Karneval also im Prinzip omnipräsent ist, gibt es eben doch auch immer eine kleine Pause zwischen den Sessionen. Und die füllt man eben am besten mit etwas, das fast genauso viel Spaß macht, ebenfalls den Teamgedanken im Vordergrund hat und noch dazu fit hält: klar, Fußball.

Was wenig überrascht, lebt Familie Diefenthal doch im Land des aktuell Ersten der FIFAWeltrangliste – kurz hinter Grenze, in Belgien. Hier steht Leo für den RFC Raeren-Eynatten auf dem Platz. Am liebsten im Tor. Oder er spielt zwischendurch ein paar Bälle mit Hündin Neela im Garten. Wenn man Leo dann kurz darauf wieder über Orden, Sessionshefte und die Rollen in den vergangenen Hofstaaten sprechen hört, würde man ihn mit seinem Karnevals-Know-How am liebsten gleich bei „Wetten Dass“ anmelden. Aber dafür wird in den nächsten Monaten sicher wenig Zeit sein.

Nach dem Wechsel von der Grundschule in Belgien auf das Aachener Einhard-Gymnasium im kommenden Sommer, wartet im AKiKa eine neue Aufgabe. Aber wer Leo so kennenlernt, hat keine Zweifel, dass das Motto seiner Session „Loss‘ver all zesame senge, Alaaf än Freud de Kenger brenge“ von ihm wirklich gelebt wird. Und das nicht erst nach der Proklamation zu Leo I., sondern schon jetzt an jedem einzelnen Tag mehr als „ordentlich“. Bis dahin wird dann aber vermutlich doch noch ein bisschen mehr Aufregung aufkommen, denn zum nächsten Märchenprinzen-Orden, den Papa Guido designt, wird Leo sicher noch mehr Geschichten erleben und später auch zu erzählen haben.

Ansprechpartner:
Thomas Jägerberg – Leiter AKiKa – leitungakika@aak-aachen.de
Patrick Deloie – Medienbeauftragter AKiKa – medienakika@aak-aachen.de

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