Prinzlicher Spagat: Da staunten nicht nur die Mädels

Ball der Mariechen des FestAusschusses Aachener Karneval vor 1600 Besuchern

Geschrieben am 09.01.2017 22:57 von Hans Creutz

Alina van Hasselt, Julia Plötz, Carolina Schmitz (Podest)

Aachen. Als es dann endlich losging, glühten nicht nur die Scheinwerfer, sondern auch die Wangen der Mariechen und Tanzpaare. Kein Wunder, bildeten doch rund 1600 Zuschauer eine aufregende Kulisse für den Mariechen-Ball 2017 des FestAussschusses Aachener Karneval (AAK) im Eurogress.

Schon lange vor dem offiziellen Startsignal zogen dort die Abordnungen der am Wettbewerb beteiligten Aachener Karnevalsvereine mit ihren Mariechen, Tanzpaaren, Vereinsfahnen und mit Pauken und Trompeten ein. Ein farbenprächtiges Bild dieser Aufmarsch, den man in dieser Form unter anderem von früheren Prinzenproklamationen kennt.

Entsprechend gut aufgelegt zeigten sich so auch Nicole Hess und Frank Prömpeler. Die Blondine ist die einzige Frau in der AAK-Vorstands-Riege und organisiert den Mariechenball nunmehr seit dem Jahr 2003. Zusammen mit AAK-Präsident Frank Prömpeler präsentierte sich das Monderatoren-Duo nicht nur eloquent, sondern auch in einem neuen, schicken Outfit.

Vor dem sportlichen Teil standen zunächst einige Ehrungen im Mittelpunkt. Urkunden und Ehrenzeichen gab es für Günter Hintzen, der in diesem Jahr zum elften Mal den Rosenmontagszug in Aachen organisiert, sowie für den langjährigen Leiter des Aachener Kinderkarnevals Wolfgang Radermacher und Mariechenball-Organisatorin Nicole Hess. Unter den 1600 Besuchern befanden sich unter anderem der Ehrenpräsident des FestAusschusses Berliner Karneval, Eddy Braun, die Europaabgeordneter Sabine Verheyen, Bundestagsabgeordneter Rudolf Henke, AKV-Präsident Dr. Werner Pfeil sowie AAK-Ehrenpräsident Wilm Lürken und zahlreiche Funktionsträger der Aachener Karnevalsvereine.

Explizit stellte Frank Prömpeler den hohen Stellenwert des tanzsportlichen Wettbewerbs heraus, der inzwischen sogar bundesweit große Beachtung finde. „Bei diesem Publikum ist heute jeder von euch ein Gewinner, machte der AAK-Präsident den jungen Tänzerinnen und Tänzern Mut. Schließlich gehört Lampenfieber nun einmal dazu wie der Überschlag bei den getanzten Figuren.

Etwas schade fand Nicole Hess, dass in diesem Jahr lediglich drei Tanzpaare an den Start gingen. „Schaut euch um und schickt eure Tanzpaare hierher“, rief sie auf und nahm die anwesenden Gesellschaften damit in die Pflicht.

Der Rest war karnevalistischer Tanzsport auf ansprechendem Niveau. Und wenn einmal ein Patzer unterlief, waren die jeweiliger „Supporter“ gleich aufmunternd zur Stelle: Eltern, Geschwister, Oma und Opa und nicht zuletzt die vielen Vereins-Begleiter.

Als der Wettbewerb fast zu Ende war, schaute auch die am Vorabend frisch proklamierte Tollität Thomas III. Jäschke mit seiner Hofstaat-Truppe vorbei und überraschte mit einem Spagat im prinzlichen Gewand. Das kam nicht nur groß an, sondern nährte sogar den Verdacht, dass er sich beim nächsten Ball der Mariechen – vorausgesetzt es findet sich eine Tanzpartnerin – bewerben könnte...

Ergebnisse:
Julia Plötz (KG Eulenspiegel) gewann den Einzelwettbewerb mit 241 Punkten und durften sich den Wanderpokal des AAK für ein Jahr mit nach Hause nehmen. Alina van Hasselt (KG Moulenshöher Jonge) ertanzte sich den zweiten Platz (238 Pkt.) gefolgt von Carolina Schmitz (1. KG Koe Jonge Richterich) mit 235 Punkten.

Ergebnisse Paartanz:
1. Lisa und Pascal (KG Oecher Prente/220 Pkt.),
2. Julia und Patrik (KG Horbacher Freunde/216 Pkt.)
3. Christine und Holger (Aachener Narrenzunft/200 Pkt.)

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